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Das Sommerkleid der Kaiserin Elisabeth

Sommerkleid der Kaiserin Elisabeth

Sommerkleid der Kaiserin Elisabeth

Das Kleid der Kaiserin Elisabeth, das ab 30. Juli 2010 im Sisi Museum zu sehen sein wird, stammt aus den 1880iger und ist aus hellbeigem Seidenchiffon mit umlaufenden bunten Bordüren in Pastelltönen und eingearbeiteter Brüsseler Spitze gefertigt. Es handelt sich bei diesem 3-teiligen Ensemble, bestehend aus Unterhemdchen, Oberteil mit Stehkragen, dreiviertellangen Puffärmeln und Rock, um hervorragende Handarbeit. Wie so oft bei einem Kleidungsstück der Kaiserin findet man auch hier den eingestickten Delphin und die Kaiserkrone.

Der Delphin als Symbol

Alle Kleidungsstücke der Kaiserin, die für die Garderobe in Korfu bestimmt waren, erhielten den gekrönten Delphin als Symbol. Die Vorliebe Elisabeths für das Meer, die griechische Philosophie und Mythologie sowie ihr Interesse an Spiritismus ist weitgehend bekannt. Dass sie sich den Delphin in ihre Kleidung einsticken ließ, könnte mit all diesen Interessen zusammenhängen: der Delphin, der bei den Griechen und Römern als gottähnlich galt, wurde auch als äußerst intelligentes, menschenfreundliches und bewegliches Tier beschrieben. Er wurde bereits in der antiken Kultur vor allem wegen seiner Schnelligkeit, seiner Luftsprünge und geistigen Fähigkeiten bewundert und als König der Meeresbewohner angesehen. In der Mythologie soll der Delphin vielfach Seelen Verstorbener sicher in das Reich der Toten geleitet haben.

Die Damenmode Mitte des 19. Jahrhunderts

Mitte des 19. Jahrhunderts hatte der Umfang der Krioline mit ca 2m Durchmesser ihren Höhepunkt erreicht, danach änderte sich die Damenmode wieder hin zu einer schlankeren Silhouette. Dieser Stil tauchte um 1880 auf und stellt, wenn auch nur von kurzer Dauer, ein interessantes Beispiel für einen körperbetonten Modestil dar.

Das Gesäß wurde mit Hilfe einer sogenannten “Turnüre” betont, wobei sich die Ausdehnung des Rockes auf die Rückseite des Kleides konzentrierte. Der vorangegangene weite Rocksaum der Krioline wurde verkleinert, der Rock wurde insgesamt flacher und erhielt nur auf der Rückseite ausladende Weite. Es kamen verschiedene Konstruktionen der Turnüre auf, die einen Rahmen aus Fischbein, Bambus oder Rattan hatten, oder aus Rosshaar gefüllte Polstern und stark versteiftem Gewebe bestanden.

Mitte des 19. Jahrhunderts bestanden die meisten Kleider aus zwei getrennten Teilen, nämlich aus Oberteil und Rock, und sie waren in dieser Zeit mit einer Fülle schmückender Details wie Bändern, Volants, Rüschen und fein gerafften Falten versehen. Nicht nur Abendkleider, sondern auch Tageskleider erhielten eine Vielzahl von Verzierungen.

Sisis Morgenmatel

Sisis Morgenmatel

Morgenmantel der Kaiserin Elisabeth

Ab 30.08.2010 bis Ende November wird auch der Morgenmantel der Kaiserin im Sisi Museum ausgestellt sein. Der Morgenmantel aus weißem Leinen mit äußerst aufwendig gearbeitetem Spitzenbesatz und blauer Seidenverschnürung gehört zu einem der attraktivsten Objekte aus der Elisabethsammlung der SKB.

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