Kaiservilla
Die Villa Sechs Jahrzehnte lang verbrachte Kaiser Franz Josef und seine Familie die Sommermonate in Bad Ischl. Von 1857 – 1914 wurde von Ende Juni bis etwa Ende August die ausgedehnte Habsburgermonarchie von einem Arbeitszimmer in der Kaiservilla aus regiert. Die nach seiner Verlobung von seinen Eltern 1853 erworbene ‘Villa Eltz’ ließ er von Antonio Legrenzi in den Jahren 1855-57 zu einem villenartigen Landhaus ausbauen. Danach wurden am Bauwerk selbst nur mehr wenige Veränderungen vorgenommen. Die Räume sind unverändert erhalten geblieben und mit verschiedenen Mobiliar und Einrichtungsgegenständen des 19. Jahrhunderts ausgestattet. Die Besucher werden sowohl durch private wie auch repräsentative Zimmer geführt, deren historischer Charakter bewahrt ist. Der Rundgang umfasst 15 Räume, in denen unter anderem viele Trophäen des erlegten Wildes, sowie die damals zeitgemäße Einrichtung einer wohlbestellten Landhausvilla. Der Lebensstil des Kaisers wird hier authentisch vermittelt. Mit Führungen durch die Räumlichkeiten wird die Geschichte und das Leben der kaiserlichen Familie in Ischl lebendig.
Der Park Die etwa 15 Hektar große Parkanlage wurde in den Jahren 1856-60 von Franz Rauch geplant und errichtet. In den Grundzügen ist der Park bis heute noch zur Gänze erhalten, durch die Jahre jedoch gealtert. Die historischen zwei Pavillons und das Marmorschlössl, damals ‘Cottage’ genannt, sind die zusammen mit der Villa dieherausragenden Bauwerke der Parkanlage. Im Cottage ist von Mai bis Ende Oktober eine Sammlung historischer Photographie zu sehen. An verschiedenen Stellen im Park sind reizvolle Blicke zur Villa und in die Ischler Bergwelt möglich. Schon vor Franz Josef I. war das Gelände ein beliebtes Naherholungsgebiet wegen seiner herrlichen Lage. Sie gehen entlang von zwei großen Wiesen und können in etwa 40 Minuten durch diesen im ‘englischen Stil’ gestalteten Park spazieren.




















